Ankerplätze und Bojenfelder in Kroatien – was gibt es zu wissen?

28. April 2011 | Kategorie: Charter-Reviere, News aus den Revieren

Kroatien gehört zu den beliebtesten Segelrevieren in Europa. Wer plant dort seinen Urlaub zu verbringen und einen längeren Segeltörn unternehmen möchte, der sollte sich mit den Regelungen in kroatischen Gewässern auskennen.
Was gibt es also zu beachten? Zunächst einmal gibt es sowohl gebührenfreie als auch gebührenpflichtige Anker- und Liegeplätze. Die gebührenpflichtigen stehen alle auf einer Liste und können leicht nachgeschaut werden. In vom Hydrographischen Institut der Republik Kroatien eigens gekennzeichneten Gebieten ist das Ankern generell untersagt und wird mit strengen Strafen geahndet.

Jede Yacht- oder Bootführende Person ist selbst für einen ausreichenden Abstand zu benachbarten Booten und für die Sicherheit der Yacht allgemein während des Ankerns verantwortlich. Dem örtlichen Konzessionsinhaber und der zuständigen Hafenbehörde ist uneingeschränkt Folge zu leisten. Ohne gültige Vignette ist es verboten an Bojen zu liegen oder an Ankerplätzen zu ankern, sofern keine höhere Gewalt vorliegt. Ausländische Schiffe müssen auf dem schnellstmöglichen Weg einen internationalen Hafen anlaufen, um dort eine Vignette zu erwerben. Sobald ein Anker- oder Liegeplatz gefunden wurde, müssen entsprechende Licht- und Signalkörper gesetzt werden. Bei Unklarheiten jedweder Art sollte die zuständige Hafenbehörde via UKW kontaktiert werden.

Abfall sowie sanitäre Abwässer dürfen während des Ankerns oder Liegens nicht ins Meer geleitet werden. Ein Verstoß gegen diese Verordnung wird mit empfindlichen Strafen geahndet.

Für bezahlte Gebühren wird dem Schiffsführer eine Empfangsbestätigung ausgestellt, die dieser auf dem Schiff aufzubewahren hat. Das gleiche gilt für die Gebühren, die mit der Entsorgung von Trockenabfällen verbunden sind.
Auch innerhalb eines Hafens wird eine Empfangsbestätigung für die Liegeplatzgebühr ausgestellt. In Häfen, die mit Bojen ausgestattet sind, ist das Ankern an Bojen im Vergleich zum Mooringliegeplatz um 30 Prozent günstiger. In Häfen ohne Bojen wird nur eine 50-prozentige Liegeplatzgebühr berechnet.

Wer sich an diese Vorschriften hält, der sollte auf einem ausgedehnten Segeltörn in Kroatien keine Probleme bekommen.

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